05.10.2011

Vom Raubbau zum Wiederaufbau

15 Organisationen fordern gemeinsam einen Kurswechsel für die EU-Fischereipolitik.

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14.09.2011

Wandel der Meere bedroht die Menschheit

Die aktuellen und künftigen Veränderungen der Temperatur und Chemie des Meeres verursachen hohe ökologische, finanzielle und soziale Kosten. Das zeigen über 100 Projekte der EU-Meersforschungs-Initiative "CLAMER" http://clamer.eu , die am heutigen Mittwoch in Brüssel präsentiert werden.

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07.09.2011

EU und USA schließen Pakt gegen illegale Fischerei

Die USA und die EU wollen gemeinsam die Ausbeutung der Meere eindämmen. Ein jetzt unterzeichnetes Abkommen soll den Import illegal gefangenen Fisches unterbinden und den Informationsaustausch zwischen den Regierungen erleichtern.

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16.08.2011

"Die Probleme hat die Nordsee auch"

Falsch beflaggte Schiffe aus Europa fischen in Afrika die Meere leer, weiß der Fischer Gaoussou Gueye. In der Nordsee machten niederländische Konzerne das genauso.

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12.08.2011

Bildungs- und Informations-DVD zum Dokumentarfilm "Hunger" erhält Comenius-Medaille

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Hunger" erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen dem Hunger in der Welt begegnen wollen. Die Bildungs- und Informations-DVD zum Film ist kürzlich mit der Comenius-Medaille für didaktische Multimedia-Produktionen ausgezeichnet worden, wie die Pressestelle der Aktion "Brot für die Welt" mitteilt.

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10.08.2011

Greenpeace-Stellungnahme zu den Forderungen der norddeutschen Fischereiministerkonferenz am 10. August 2011

Am 10. August 2011 tagte die norddeutsche Fischereiministerkonferenz in Kiel. Die Fischereiminister von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern setzten sich dort sowohl mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU als auch mit dem Schutz von NATURA 2000-Gebieten auseinander. Im Folgenden nimmt Greenpeace Stellung zu den zentralen Aussagen und Forderungen der Minister.

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10.08.2011

Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Bundesländer

Zur Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Länder haben die entwicklungspolitischen Landesnetzwerke aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein sowie der Evangelische Entwicklungsdienst und Fair Oceans im Kontext der Veranstaltungsrundreise "Leere Netze?" Presseerklärungen zur globalen Situation der Fischerei und der Verantwortung der europäischen Politik herausgegeben.

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02.08.2011

Zonen der Artenvielfalt

Der Mensch beutet die Meere rücksichtslos aus, viele Flüsse und Seen sind stark verschmutzt, das Leben in ihnen ist bedroht. Jetzt haben Forscher in einem Großprojekt die Gewässerregionen identifiziert, die für den Erhalt der Säugetiere besonders wichtig sind.

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13.07.2011

Neue EU-Fischereipolitik verfängt nicht

Die erneuerte "Gemeinsame Fischereipolitik" der Europäischen Union ist für die Entwicklungsländer ein Desaster, teilte der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) heute in Bonn mit. "Im EU-Gesetzesentwurf fehlen Zusagen für mehr Transparenz und die Beteiligung der Zivilgesellschaften Afrikas und Asiens bei Vertragsverhandlungen mit uns Europäern", sagte EED-Fischereiexperte Francisco Mari.

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12.07.2011

"Nachhaltiges Fischmangement" der EU

Die EU-Kommission plant, den Fischfang radikal einzuschränken. Das Vorhaben kann aber am Widerstand der Mitgliedstaaten scheitern. Und an mangelnden Kontrollen

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06.07.2011

Fischerei an der Grenze zum Kollaps

Ökologisch katastrophal, wirtschaftlich unsinnig, aus demokratischer Sicht fragwürdig – so beschreibt der Fischereibiologe Dr. Rainer Froese vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ die europäische und deutsche Fischereipolitik der vergangenen Jahrzehnte.

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21.06.2011

Ozeanen droht Massenaussterben

Erstmalig fand ein internationaler und interdisziplinärer Workshop zu den kumulativen Effekten von Umwelteinflüssen auf die Weltmeere statt. Dr. Alex Rogers, wissenschaftlicher Direktor des IPSO fasst das Ergebnis wie folgt zusammen: "The findings are shocking."

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09.06.2011

Billiger Fisch durch Sklavenarbeit von Kindern in Asien

Anlässlich des Tags gegen Kinderarbeit am kommenden Sonntag veröffentlicht die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision eine neue Studie, die Zwangs- und Sklavenarbeit in der Fischereiwirtschaft in der asiatischen Mekong-Region im Fokus hat.

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03.06.2011

Ozeane der Moderne

Workshop "Ozeane der Moderne" am 3. Juni 2011 in Münster zeigt ein wachsendes Interesse der Historiker am Meer als Geschichtsraum

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09.02.2011

Fischtheke

EED-Studie zur Fischerei auf dem Weltsozialforum

Wenn westafrikanische Fischer gemeinsam mit Investoren aus Europa und Asien Fischereiunternehmen aufbauen, bleiben die Netze der Kleinfischer vor Ort leer. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) auf dem Weltsozialforum in Dakar vorstellt.

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02.02.2011

In der Tiefsee gibt es keinen Freibrief für Konzerne

HAMBURG taz | Die Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", die im April im Golf von Mexiko unterging, war erst der Anfang. Nicht nur Erdöl und Gas, auch Mineralien, Gold und Industrierohstoffe werden in wenigen Jahren immer häufiger aus der Tiefsee gefördert werden. Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg fällte dazu am Dienstag ein richtungweisendes Urteil: Energie- und Bergbaukonzerne müssen zukünftig in vollem Umfange haften und können ihre Verantwortung nicht durch eine clevere Vertragsgestaltung auf Entwicklungs- und Schwellenländer abladen.

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05.12.2010

Fischtheke

Fische und Knollen

Arbeitsgruppe Meerespolitik beim Forum Umwelt & Entwicklung gegründet.

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15.09.2010

Seile

Vernetzung

Im November 2010 wird im Rahmen des Forums Umwelt und Entwicklung zu dem Gründungstreffen einer überregionalen Arbeitgruppe zur Meerespolitik eingeladen.

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15.09.2010

Wem gehört das Meer?

Gegen 2 Euro ist die 74seitige Broschüre "Wem gehört das Meer?" mit einer ganzen Reihe informativer Artikel zur Meerespolitik zu beziehen.

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Aktivitäten

Die letzte Kolonie


Ökologische und soziale Meerespolitik überregional vernetzen



Es sah aus wie der Mond. Der Fernseher, der in der Kneipe hinter der Bar lief, zeigte graue, wackelige Bilder wie die, die in den 70er Jahren von kleinen fahrbaren Rovern, die über die Mondoberfläche wankten, zur Erde gefunkt wurden. Aber es war nicht der Mond. Die Bilder kamen nicht von einer Raumsonde, sondern von einem Mini-U-Boot, das in 1500 Metern Tiefe Aufnahmen vom geplatzten Bohrloch im Golf von Mexiko machte.


Das Interesse der Welt hat sich längst umgedreht: Von den Weiten des Alls aufs Innere der Meere. Die Ölkatastrophe im Golf hat ein Schlaglicht auf den gigantischen "Wilden Westen" geworfen, der hier stattfindet. 200 Meilen vom Festland weg darf jeder alles, näher dran passiert dasselbe, übertüncht mit einem dünnen Firnis fischiger Verträge. Die Tiefkühltruhen unserer Supermärkte sind voll mit Fischen, die von Riesentrawlern gefangen werden, deren Netze so groß sind wie Fußballfelder und in Tiefen bis zu 1800 Meter nur noch Leere hinterlassen – genauso wie in der Haushaltskasse der Fischerfamilien, die in den Küstenstreifen der Entwicklungsländer pleite gehen.

 

Der "Peak Oil", der bereits überschrittene Höhepunkt der weltweiten Erdölförderung, macht Tiefseeabbau profitabel. Was bei den Pipelines im Niger-Delta ausläuft und den Ackerboden vernichtet, sind dünne Rinnsale verglichen mit den Ölmengen, die bei der Tiefseeförderung ins Meer laufen – schon ohne Explosion wie bei der "Deepwater Horizon".


"Der Ozean ist eine Wildnis, die rund um den Erdball reicht, wilder als der bengalische Dschungel und voller mit Monstern", schrieb Henry David Thoreau Mitte des 19. Jahrhunderts. In diesem Dschungel geht es derzeit zu wie damals in den nordamerikanischen Plains, wo ganze Bisonherden von der Eisenbahn aus niedergemäht wurden, was den Indianern die Existenzgrundlage entzog.


Das Leben und die Natur im Meer, dem größten Lebensraum der Erde, befinden sich in voller Umwälzung. Die Folgen dieser weitgehend unkontrollierten, teils gedankenlosen, teils gezielten Ausplünderung werden die weltweite Nord-Süd-Spaltung enorm verschärfen. Wer es sich technologisch und finanziell leisten kann, das Meer in seinem Interesse zu manipulieren, gewinnt; wer es sich nicht einmal leisten kann, sich vor den Folgen zu schützen, verliert.


Der so genannte "Census of Marine Life", der erstmals die Artenvielfalt der Weltmeere zu erfassen versucht hat und unter der Ägide des in Washington D.C. ansässigen "Consortium for Ocean Leadership" durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass nur etwa zwölf Prozent der Artenvielfalt in den Meeren Fische sind, den weitaus größeren Teil stellen Krebstiere, Weichtiere, Algen und viele andere Artengruppen dar. Welche Folgen etwa die unterseeischen Ölteppiche, die sich von der "Deepwater Horizon" her ausbreiten, auf die weltweiten Nahrungsketten haben werden, weiß kein Mensch. Welche Arten zuerst auf den Klimawandel reagieren werden und was das für die Ernährungssicherheit gerade der armen Weltregionen bedeuten wird, lässt sich allenfalls erahnen.


Vor diesem Hintergrund ist eines der zentralen Ziele der "Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei" des "Evangelischen Entwicklungsdienstes" (EED) und des "Vereins für Internationalismus und Kommunikation" (IntKom), der Meerespolitik auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik die Beachtung zukommen zu lassen, die der Bedeutung der Meere für die Zukunft gerade der Menschen in den Entwicklungsländern entspricht. Beide Organisationen haben sich in den vergangenen Jahren mit der Nord-Süd-Problematik der Meerespolitik auseinandergesetzt und 2010 gemeinsam mit dem "Forum Umwelt und Entwicklung" (FUE) eine überregionale Vernetzung zur Koordination möglicher politischer Kampagnen in diesem Feld angeregt. Gemeinsam sollen bisherige Erfahrungen und inhaltliche Schwerpunkte in der Meerespolitik erörtert werden und daran anschließend mögliche Ansatzpunkte für eine weiterführende Zusammenarbeit gesucht werden, um den Dschungel der Meere begreifbar und gestaltbar zu machen.

 

So wird IntKom seine Aktivitäten in der Meerespolitik auch im Jahr 2011 mit neuen Projekten und dem Arbeitsschwerpunkt "Fair Oceans" fortsetzen. Geplant sind unter anderem in Zusammenarbeit mit der "Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei" eine Rundreise mit VertreterInnen aus dem Fischereisektor Westafrikas, eine Tagung zur Fischereiproblematik in Bremerhaven sowie eine Infozeitung zum Meer als Gemeingut und ein Plakat zur Meerespolitik.