27.11.2013

Eine Positionsbestimmung der deutschen Umwelt- und Entwicklungsverbände

Um mit den eigenen Positionen Einfluss auf die Post-2015-Agenda zu nehmen hat das "Forum Umwelt und Entwicklung" in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von deutschen Organisationen der Umwelt- und Entwicklungspolitik ein Positionspapier herausgebracht, das Forderungen für die unterschiedlichsten globalen Umweltfragen formuliert. Das Forderungspapier präsentiert unter anderem den gemeinsamen Diskussionsstand weiter Teile der in der Meerespolitik aktiven Organisationen.

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02.11.2013

Kein Meeresschutz in antarktischen Gewässern

Nachrichtenagenturen melden, dass die aktuellen Verhandlungen über die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in der Antarktis gescheitert sind.

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29.10.2013

Deutschland erkundet die Tiefseeressourcen des Indischen Ozeans

Das deutsche Schiff „Sonne“ ist im Rahmen des Forschungsprogramms INDEX zu einer Expedition in den Indischen Ozean aufgebrochen, um die Einreichung eines Antrags für eine Explorationslizenz zur Erkundung von polymetallischen Sulfiden bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) weiter voranzutreiben.

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21.10.2013

Brasilien versteigert die Meeresressourcen der Tiefsee

Brasilien hat das Offshore-Ölfeld „Campo de Libra“ entsprechend des so genannten „Teilungs“-Modells versteigert, berichtet das Handelsblatt. Shell und Total haben sich dabei je 20 Prozent und die chinesischen Staatskonzerne CNPC und CNOOC jeweils 10 Prozent an dem Projekt gesichert. Die brasilianische Petrobras ist mit 40 Prozent an dem Konsortium beteiligt.

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03.10.2013

Der Zustand der Meere ist kritisch

Das „International Programme on the State of the Ocean“ (IPSO) und die „Weltnaturschutzunion“ (IUCN) zeichnen mit ihrem Bericht „State of the Oceans 2013: Perils, Prognoses and Proposals“ ein kritisches Bild von der Zukunft der Ozeane.

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31.05.2013

EU beschließt neue nachhaltigere Fischereipolitik

Europaparlament, Kommission und Rat haben sich gestern in Brüssel auf eine neue Fischereipolitik geeinigt. Das Hauptziel der Reform − ein baldiges Ende der Überfischung in den EU Gewässern einzuleiten − wurde aber verfehlt. Immerhin werden die EU-Fischtrawler, die vor den Küsten von Entwicklungsländern auf Fang gehen, in Zukunft viel strengere Regeln befolgen müssen.

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05.04.2013

Abhängigkeit Deutschlands von Fischimporten nimmt 2013 weiter zu

Deutschland ist weiterhin abhängig von Fischimporten. Der deutsche Fischkonsum übersteigt mit über 15 kg pro Kopf die legalen Fangmöglichkeiten deutscher Fischer bei weitem. Am kommenden Sonntag (7.4.2013) ist der so genannte Fish Dependence Day erreicht.

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10.12.2012

Meeresschutzorganisationen wenden sich gegen Privatisierung der Hochsee

Heute, am 10. Dezember 2012, jährt sich zum dreißigsten Male die Unterzeichnung der „United Nations Convention on the Law of the Sea” (UNCLOS). Die UN-Seerechtskonvention ist eines der für die Entwicklungs- und Umweltpolitik bedeutendsten internationalen Übereinkommen.

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20.06.2012

Rio Ocean Declaration

Die Meerespolitik ist trotz aller Dynamiken auf See international immer wieder vernachlässigt worden. Die Anstrengungen im Meeresschutz haben nicht Schritt gehalten mit den Entwicklungen in der Fischerei, bei Offshore-Projekten oder in der Schifffahrt.

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14.06.2012

Richtlinien zum Schutz der Kleinfischerei

Vom 09. bis 13. Juni fand in Rom die 30. Sitzung des "Committee on Fisheries" (COFI 30) der FAO statt. Ein Schwerpunkt des COFI 30 war die Entwicklung von Richtlinien zum Schutz der Kleinfischerei.

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05.10.2011

Vom Raubbau zum Wiederaufbau

15 Organisationen fordern gemeinsam einen Kurswechsel für die EU-Fischereipolitik.

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16.08.2011

"Die Probleme hat die Nordsee auch"

Falsch beflaggte Schiffe aus Europa fischen in Afrika die Meere leer, weiß der Fischer Gaoussou Gueye. In der Nordsee machten niederländische Konzerne das genauso.

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12.08.2011

Bildungs- und Informations-DVD zum Dokumentarfilm "Hunger" erhält Comenius-Medaille

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Hunger" erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen dem Hunger in der Welt begegnen wollen. Die Bildungs- und Informations-DVD zum Film ist kürzlich mit der Comenius-Medaille für didaktische Multimedia-Produktionen ausgezeichnet worden, wie die Pressestelle der Aktion "Brot für die Welt" mitteilt.

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10.08.2011

Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Bundesländer

Zur Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Länder haben die entwicklungspolitischen Landesnetzwerke aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein sowie der Evangelische Entwicklungsdienst und Fair Oceans im Kontext der Veranstaltungsrundreise "Leere Netze?" Presseerklärungen zur globalen Situation der Fischerei und der Verantwortung der europäischen Politik herausgegeben.

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09.02.2011

Fischtheke

EED-Studie zur Fischerei auf dem Weltsozialforum

Wenn westafrikanische Fischer gemeinsam mit Investoren aus Europa und Asien Fischereiunternehmen aufbauen, bleiben die Netze der Kleinfischer vor Ort leer. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) auf dem Weltsozialforum in Dakar vorstellt.

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02.02.2011

In der Tiefsee gibt es keinen Freibrief für Konzerne

HAMBURG taz | Die Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", die im April im Golf von Mexiko unterging, war erst der Anfang. Nicht nur Erdöl und Gas, auch Mineralien, Gold und Industrierohstoffe werden in wenigen Jahren immer häufiger aus der Tiefsee gefördert werden. Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg fällte dazu am Dienstag ein richtungweisendes Urteil: Energie- und Bergbaukonzerne müssen zukünftig in vollem Umfange haften und können ihre Verantwortung nicht durch eine clevere Vertragsgestaltung auf Entwicklungs- und Schwellenländer abladen.

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05.12.2010

Fischtheke

Fische und Knollen

Arbeitsgruppe Meerespolitik beim Forum Umwelt & Entwicklung gegründet.

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15.09.2010

Seile

Vernetzung

Im November 2010 wird im Rahmen des Forums Umwelt und Entwicklung zu dem Gründungstreffen einer überregionalen Arbeitgruppe zur Meerespolitik eingeladen.

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15.09.2010

Wem gehört das Meer?

Gegen 2 Euro ist die 74seitige Broschüre "Wem gehört das Meer?" mit einer ganzen Reihe informativer Artikel zur Meerespolitik zu beziehen.

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Aktivitäten

Die letzte Kolonie


Ökologische und soziale Meerespolitik überregional vernetzen



Es sah aus wie der Mond. Der Fernseher, der in der Kneipe hinter der Bar lief, zeigte graue, wackelige Bilder wie die, die in den 70er Jahren von kleinen fahrbaren Rovern, die über die Mondoberfläche wankten, zur Erde gefunkt wurden. Aber es war nicht der Mond. Die Bilder kamen nicht von einer Raumsonde, sondern von einem Mini-U-Boot, das in 1500 Metern Tiefe Aufnahmen vom geplatzten Bohrloch im Golf von Mexiko machte.


Das Interesse der Welt hat sich längst umgedreht: Von den Weiten des Alls aufs Innere der Meere. Die Ölkatastrophe im Golf hat ein Schlaglicht auf den gigantischen "Wilden Westen" geworfen, der hier stattfindet. 200 Meilen vom Festland weg darf jeder alles, näher dran passiert dasselbe, übertüncht mit einem dünnen Firnis fischiger Verträge. Die Tiefkühltruhen unserer Supermärkte sind voll mit Fischen, die von Riesentrawlern gefangen werden, deren Netze so groß sind wie Fußballfelder und in Tiefen bis zu 1800 Meter nur noch Leere hinterlassen – genauso wie in der Haushaltskasse der Fischerfamilien, die in den Küstenstreifen der Entwicklungsländer pleite gehen.

 

Der "Peak Oil", der bereits überschrittene Höhepunkt der weltweiten Erdölförderung, macht Tiefseeabbau profitabel. Was bei den Pipelines im Niger-Delta ausläuft und den Ackerboden vernichtet, sind dünne Rinnsale verglichen mit den Ölmengen, die bei der Tiefseeförderung ins Meer laufen – schon ohne Explosion wie bei der "Deepwater Horizon".


"Der Ozean ist eine Wildnis, die rund um den Erdball reicht, wilder als der bengalische Dschungel und voller mit Monstern", schrieb Henry David Thoreau Mitte des 19. Jahrhunderts. In diesem Dschungel geht es derzeit zu wie damals in den nordamerikanischen Plains, wo ganze Bisonherden von der Eisenbahn aus niedergemäht wurden, was den Indianern die Existenzgrundlage entzog.


Das Leben und die Natur im Meer, dem größten Lebensraum der Erde, befinden sich in voller Umwälzung. Die Folgen dieser weitgehend unkontrollierten, teils gedankenlosen, teils gezielten Ausplünderung werden die weltweite Nord-Süd-Spaltung enorm verschärfen. Wer es sich technologisch und finanziell leisten kann, das Meer in seinem Interesse zu manipulieren, gewinnt; wer es sich nicht einmal leisten kann, sich vor den Folgen zu schützen, verliert.


Der so genannte "Census of Marine Life", der erstmals die Artenvielfalt der Weltmeere zu erfassen versucht hat und unter der Ägide des in Washington D.C. ansässigen "Consortium for Ocean Leadership" durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass nur etwa zwölf Prozent der Artenvielfalt in den Meeren Fische sind, den weitaus größeren Teil stellen Krebstiere, Weichtiere, Algen und viele andere Artengruppen dar. Welche Folgen etwa die unterseeischen Ölteppiche, die sich von der "Deepwater Horizon" her ausbreiten, auf die weltweiten Nahrungsketten haben werden, weiß kein Mensch. Welche Arten zuerst auf den Klimawandel reagieren werden und was das für die Ernährungssicherheit gerade der armen Weltregionen bedeuten wird, lässt sich allenfalls erahnen.


Vor diesem Hintergrund ist eines der zentralen Ziele der "Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei" des "Evangelischen Entwicklungsdienstes" (EED) und des "Vereins für Internationalismus und Kommunikation" (IntKom), der Meerespolitik auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik die Beachtung zukommen zu lassen, die der Bedeutung der Meere für die Zukunft gerade der Menschen in den Entwicklungsländern entspricht. Beide Organisationen haben sich in den vergangenen Jahren mit der Nord-Süd-Problematik der Meerespolitik auseinandergesetzt und 2010 gemeinsam mit dem "Forum Umwelt und Entwicklung" (FUE) eine überregionale Vernetzung zur Koordination möglicher politischer Kampagnen in diesem Feld angeregt. Gemeinsam sollen bisherige Erfahrungen und inhaltliche Schwerpunkte in der Meerespolitik erörtert werden und daran anschließend mögliche Ansatzpunkte für eine weiterführende Zusammenarbeit gesucht werden, um den Dschungel der Meere begreifbar und gestaltbar zu machen.

 

So wird IntKom seine Aktivitäten in der Meerespolitik auch im Jahr 2011 mit neuen Projekten und dem Arbeitsschwerpunkt "Fair Oceans" fortsetzen. Geplant sind unter anderem in Zusammenarbeit mit der "Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei" eine Rundreise mit VertreterInnen aus dem Fischereisektor Westafrikas, eine Tagung zur Fischereiproblematik in Bremerhaven sowie eine Infozeitung zum Meer als Gemeingut und ein Plakat zur Meerespolitik.