Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V.
Der Verein für Internationalismus und Kommunikation e.V. (IntKom) wurde 1998 mit Sitz in Bremen gegründet. Der Schwerpunkt des Vereins liegt in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Medienarbeit als auch in der Weiterbildung entwicklungspolitischer Nichtregierungs¬organisationen (NROs). In den zwölf Jahren seines Bestehens hat der Verein mehr als 170 Veranstaltungen und Workshops ausgerichtet, diverse Publikationen veröffentlicht und an einer Reihe von Projekten zur Nord-Süd-Problematik mitgewirkt. Den Kern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins bilden drei Hauptamtliche und neun Ehrenamtliche. Ein fünfköpfiger Beirat unterstützt die Arbeit des Vereins seit fünf Jahren.Unter anderem war der Verein an der Umsetzung verschiedener Projekte im Rahmen der EU-Budget-Linien 21.03.01, 21.02.03 und B7-6000 beteiligt (EuropeAid, entwicklungspolitische Öffentlichkeitsarbeit in Europa), u.a. als Projektpartner der Projekte „Global Utopias“ (2007-2009), „Kinder und Jugendliche in der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit“ (2006) und „Medien in der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit“ (2004). IntKom war im Rahmen der Projekte vor allem verantwortlich für die übergreifenden Workshops zum Capacity Building mit den europäischen Partnerorganisationen und für unterschiedliche Teilprojekte, die die Publikation von Informationsmaterialien und die Durchführung von Bildungsveranstaltungen umfassten. Des Weiteren ist IntKom Mitglied im landesweiten, bremischen Netzwerk „BEN“ organisiert und beteiligt sich am weltweiten Netzwerk „The Charter of Human Responsibilities“. Zusammen mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst hat IntKom eine Arbeitsgruppe zur Meerespolitik im Rahmen des „Forums Umwelt und Entwicklung“ initiiert.
Ein zentrales Anliegen des Vereins seit seiner Gründung ist die Verknüpfung entwicklungspolitischer Problematiken mit anderen Politikfeldern, wozu insbesondere die Kohärenz mit umweltpolitischen Thematiken zählt. Fragen der Gesundheitspolitik und der ökonomischen Entwicklung im Kontext der Globalisierung wurden in den letzten Jahren ebenfalls kontinuierlich bearbeitet. Im Jahre 2009 hat IntKom ein erstes von InWEnt mit Mitteln des BMZ gefördertes Projekt umgesetzt und sich damit ein neues Arbeitsfeld, die internationale Meerespolitik, erschlossen. Die internationale Meerespolitik und ihre entwicklungspolitische Dimension stellen den aktuellen Schwerpunkt der Vereinsarbeit dar. 2010 und auch in diesem Jahr hat IntKom deshalb seine Arbeit in diesem Feld mit weiteren Projekten fortgesetzt, die unter anderem von InWEnt, dem EED sowie der Lighthouse Foundation gefördert werden. Hergestellt wird die Kontinuität der meerespolitischen Projekte unter dem Titel „Fair Oceans“.
In Hinsicht auf die Zielgruppen konnten die Mitarbeiter von IntKom mit ihrer Konzeption speziell im Bereich der Erwachsenenbildung, der Studentinnen und Studenten wie auch bei der Zusammenarbeit mit anderen NROs langjährige Erfahrungen sammeln. Durch die inhaltliche Ausrichtung der Vereinsarbeit beschränken sich die Vernetzungen und Kooperationen mit anderen Organisationen nicht nur auf das entwicklungspolitische Feld.
Die didaktische Konzeption der Arbeit von IntKom beinhaltet sowohl Methoden der medialen Informationsvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit als auch Ansätze, die die Stärkung der Handlungskompetenz der Teilnehmenden zum Ziel haben und die Bildung von Netzwerkstrukturen unterstützen. So richtet der Verein Capacity Building-Seminare aus und beteiligt sich an Netzwerkstrukturen. Zudem sollen durch die Einbindung von popkulturellen und interkulturellen Elementen der Öffentlichkeitsarbeit von NROs neue Formen der medialen Präsenz und Wissensvermittlung erschlossen werden.
In verschiedenen Bereichen konnte eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Initiativen von Kulturschaffenden und MigrantInnen angeregt werden, die unter anderem von der Bundeskulturstiftung unterstützt wurde. Seit zwei Jahren organisiert der Verein regelmäßig das „Cafe Aleman“, das die politischen Diskussionen zwischen Deutschen und MigrantInnen fördern soll und dazu verschiedene Veranstaltungsformen nutzt. Intensiviert wurde die Arbeit mit MigrantInnen daneben durch die Etablierung eines Projekts in Kooperation mit dem AStA der Universität Bremen, das kostenlose Deutschkurse für ausländische StudentInnen und MigrantInnen anbietet.

