Im Krisenmodus: Klima, Ozeane und Inselstaaten

Ein Rückblick auf die Klimakonferenz in Brasilien und deren Ergebnisse für die Inselstaaten und Küstenregionen der Welt

 

Fachgespräch und Podiumsdiskussion im Übersee-Museum Bremen

am Dienstag | 09.12.2025 | von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr Fachgespräch im Diorama und auf Zoom

im Anschluss:

von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr Podiumsdiskussion in der Ozeanien-Abteilung des Museums

Die Bedeutung der Ozeane und Meere für das globale Klimageschehen ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Lange wurde dies jedoch nicht hinreichend in der internationalen Klimapolitik berücksichtigt. Mittlerweile geben sowohl die Klimaprognosen als auch die weltweit sichtbaren Folgen der Klimakrise einen Eindruck davon, wie weitreichend die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen auf die Ozeane und Küstenregionen werden könnten. Steigende Meeresspiegel, Fluten, die Erwärmung der Ozeane, das Absinken ihres Sauerstoffgehalts und ihre zunehmende Versauerung bedrohen schon heute die Existenzgrundlagen vieler Millionen Menschen. Erst Ende September wurde vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gemeldet, dass nun nach dem neuesten Bericht des Planetary Boundaries Science Lab auch die Planetare Grenze im Bereich der Ozeanversauerung überschritten worden ist.

Die Küstenregionen sind ein Hospot der Klimakrise. Sei es an der Nordsee, entlang der Küste Westafrikas oder auf den Inselstaaten des Pazifiks der Anstieg des Meeresspiegels und die Bedrohung durch Extremwetterereignisse sind nicht zu übersehen. Der Ausbau des Küstenschutzes und die Suche nach Antworten auf die wachsenden Gefahren sind unumgänglich. Am stärksten davon betroffen sind die Inselstaaten und Küstengemeinschaften im Globalen Süden, die in großem Umfang abhängig von intakten Küstenökosystemen sind und über nur geringe finanzielle Mittel verfügen, um auf die Probleme angemessen reagieren zu können. Probleme, zu deren Entstehung sie kaum beigetragen haben. An die 75 Prozent der Fläche der Inselstaaten im Pazifik versinken bei einem Meeresspiegelanstieg von nur einem Meter im Wasser. Je nach Höhe des Temperaturanstiegs in den Ozeanen sterben in den kommenden Jahren 75 bis 99 Prozent aller Korallenriffe ab. Die Meereslebewesen verlagern nach und nach ihre Verbreitungsgebite weg vom Äquator in Richtung der Pole, in kühlere Regionen. Tote Korallenriffe und abwandernde Fischschwärme gefährden gleichsam die Ernährungsgrundlagen der Küstengemeinschaften im Globalen Süden. In die Nordsee wandern zunächst neue Arten ein. Hier stellen sich ganz klar Fragen zur Klimagerechtigkeit und zur Ocean Justice.


Mit den beiden Veranstaltungen wollen wir die Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen der Klimakrise auf die Ökosysteme der Ozeane und Küsten als auch ihrer Bewohnerinnen und Bewohner, die Ergebnisse der Weltklimakonferenz, die Initiativen der Bundesregierung in der internationalen Klimapolitik sowie Fragen der Klimagerechtigkeit und Ocean Justice richten. Nach den Beiträgen der eingeladenen Podiumsgäste wird es jeweils Raum für Nachfragen und einen offenen Austausch geben.

Im Krisenmodus: Klima, Ozeane und Inselstaaten

Fachgespräch zur Bewertung der Weltklimakonferenz 2025 im Kontext der internationalen Meerespolitik

 
ab 14:00 Uhr Begrüßung und Einführung in das Fachgespräch – im Diorama des Übersee-Museum und auf Zoom
Kai Kaschinski, Fair Oceans
14:15 Uhr Die Auswirkungen der Klimakrise auf die Ozeane und deren Bedeutung auf der Weltklimakonferenz
mit Beiträgen von
Dr. Sebastian Unger, BMUKN (angefragt)
Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Alfred-Wegener-Institut (AWI)
Daniela von Schaper, Greenpeace

15:30 Uhr Kaffeepause

15:45 Uhr Die Inselstaaten und Küstengemeinschaften in der Klimakrise – zwischen Existenzfragen, Geopolitik und Ocean Justice 

mit Beiträgen von
Julia-Maria Auer, Auswärtiges Amt
Jan Pingel, Ozeanien-Dialog
Dr. Jonas Hein, German Institute of Development and Sustainability (IDOS)
17:00 Uhr Abschluss des Fachgesprächs

Eine Teilnahme am Fachgespräch ist ab 14:00 Uhr vor Ort oder über Zoom möglich bei vorheriger Anmeldung:

Im Krisenmodus: Klima, Ozeane und Inselstaaten

Podiumsdiskussion über die Zukunftsaussichten der Küstenregionen in Zeiten der Klimakrise und die Menschen, die an und auf der See leben

19:00 Uhr Begrüßung und Einführung in die Podiumsdiskussion – in der Pazifik-Abteilung des Übersee-Museums

Prof. Dr. Wiebke Ahrndt, Überseemuseum; Kai Kaschinski, Fair Oceans
mit Beiträgen von
Dr. Sebastian Unger, BMUKN (angefragt)
Prof. Hans-Otto Pörtner, AWI
Julia-Maria Auer, Auswärtiges Amt
Daniela von Schaper, Greenpeace
Pan Pingel, Ozeanien-Dialog
Dr. Jonas Hein, IDOS
und anschließendem Gespräch sowie Fragen und Diskussion im Plenum
21:00 Uhr Abschluss der Podiumsdiskussion

Gäste sind ab 13:45 Uhr bzw. 18:45 Uhr herzlich willkommen. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist für Sie kostenfrei.

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Die Veranstaltung wird
gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
Sowie mit Eigenmitteln ermöglicht.