Meereskunde

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Die Ozeane haben eine durchschnittliche Tiefe von etwa 3.700m und nehmen mit ihren 362 Mio. km² rund 70,8% der Erdoberfläche ein. Der Pazifik ist der größte Ozean und bedeckt mit 181.340.000km² ein Gebiet, das größer ist als die Oberfläche des Mars. Über 91,1% der Ozeane erstreckt sich die offene See, während die Schelfmeere mit ihren 32,2 Mio. km² die verbleibenden 8,9% ausmachen. Schelfe sind die von den Ozeanen überspülten Ränder der Kontinente, haben eine geringe Neigung und Tiefe und sind im Durchschnitt knapp 80km breit. Unter der offenen See verbergen sich die Kontinentalhänge sowie die unterschiedlichen Formationen am Meeresgrund wie die über 100 Mio. km² weiten Ebenen, Canyons, wie der bis zu 11.000m tiefe Marianengraben, oder die vielen tausend Seeberge, zu denen auch der höchste Berg der Erde zählt, der 10.203m hohe Mauna Kea.

Geschätzt 2,2 Mio. höhere einzellige und mehrzellige Arten leben in den Ozeanen. Etwa 220.000 dieser Arten wurden bisher, unter anderem vom Census of Marine Life, erfasst. Die pflanzlichen Meereslebewesen, das Phytoplankton, produziert etwa 50% des Sauerstoffs und so atmen wir mit jedem zweiten Atemzug Meeresluft. Alle globalen Kreisläufe und die gesamte Biosphäre sind mit den Weltmeeren verbunden.

Die Tiefsee ist die mit Abstand größte Ökoregion auf unserem Planeten und umfasst 90% aller marinen Habitate bis hinunter in eine Tiefe von gut 11.000m. James Cameron, war 2014 erst der dritte Mensch, dem es gelang zum Boden des Marianengrabens zu tauchen, zur tiefsten Stelle der Ozeane. Nicht einmal 0,001% der Tiefsee sind bisher wissenschaftlich erkundet und 91% der Arten der Tiefsee gelten noch als unbekannt.

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