Hering, Lachs, leere Meere. Wie schaffen wir die Fischkonsumwende?

Online-Dialog zum END OF FISH DAY – 18. März 2026, 15:00-19:00 Uhr

Zum End of Fish-Day diskutieren wir mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, welche Folgen die weltweite Überfischung für die marinen Ökosysteme sowie für die globale Ernährungssicherheit hat. Im Fokus stehen die Lage der handwerklichen Kleinfischerei im globalen Süden, die Rolle von Fischmehl in Aquakulturen und die Frage, welche Verantwortung entlang der Lieferketten Politik, Gemeinschaftsverpflegung und Handel in Deutschland tragen.

Hintergrund End of Fish-Day: Deutschland verbraucht früh im Jahr rein rechnerisch alle heimischen Fischressourcen und ist zu 70–80% auf Importe angewiesen – der Tag zeigt, wie stark wir von globalen Lieferketten abhängen und wirft wichtige Fragen bezüglich Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung auf.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Essen mit Zukunft, Fair Oceans, Brot für die Welt

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https://essen-mit-zukunft.de/aktuelles/end-of-fish-day/

Programmübersicht

15:00-15:15 Uhr Begrüßung und Einführung zum End of Fish-Day, Mireille Remesch (Essen mit Zukunft), Kai Kaschinski (Fair Oceans), Dr. Tanja Busse (Moderation)

Teil 1: Ernährungssicherheit und natürliche Lebensgrundlagen in Gefahr – Was muss sich in der Fischerei ändern?

15:15-16:30 Uhr Fischerei in der globalen Krise

  • Globale Überfischung – Ursachen und Handlungsbedarfe (Kai Kaschinski, Fair Oceans)
  • Gefährdung der Kleinfischerei, der lokalen Fischversorgung und der Ernährungssicherheit durch industrielle Fischerei (Dawda Saine, CAOPA)
  • Lachs-Aquakulturen: Fischmehl-/ Fischölproduktion und die Folgen für die lokale Fischversorgung (Nusa Urbancic, Changing Markets)

16:30-17:15 Uhr Diskussion – Welche Handlungsbedarfe gibt es in Deutschland und Europa für eine nachhaltige Fischereipolitik? Kai Kaschinski (Fair Oceans), Béatrice Gorez (CFFA – Coalition for Fair Fisheries Arrangements), Christoph Frauenpreiß (Deutscher Fischereiverband; MdB, CDU)

 

Teil 2: Fischkonsumwende als Basis für eine nachhaltigere Fischerei

17:30-17:45 Uhr Welcher Fisch bleibt uns noch? Warum die Siegel MSC und ASC keine Lösung sind und wie man als Verbraucher guten Fisch erkennt (Annemarie Botzki, Foodwatch)

17:45-18:30 Uhr Diskussion: Welche Verantwortung sollten Unternehmen für einen nachhaltigen Fischkonsum übernehmen?

Mit: Annemarie Botzki (Foodwatch), Mark Heuer (WWF), EDEKA (N.N., angefragt), Annette Cerulli-Harms (Environmental Justice Foundation)

18:30 Uhr Input und Diskussion: Wie können die DGE und Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung zu einem nachhaltigen Fischkonsum beitragen?

Julia Sievers (Essen mit Zukunft), Anna-Lena Klapp (ProVeg International, angefragt), Jörg Rutschke (DEHOGA, Fachabteilung Catering, angefragt)

Schlusswort: Francisco Marí, Brot für die Welt

Die Veranstaltung hat eine Simultanübersetzung Deutsch-Englisch